Publikationen

Qualitätssicherung und Methodenverbesserung gehören neben der Analytik für die Diagnostik ebenso zu den Tätigkeiten der Silag wie die Auswertung der vorhandenen Daten. In den vergangenen Jahren sind von und mit Silag-Mitgliedern verschiedene Publikationen veröffentlicht worden.

Verlinkung mit Swiss National Cohort

Die Studie verknüpfte erfolgreich Daten des Schweizer Labors für Partikelanalyse (Silag) mit Daten der Swiss National Cohort (SNC), wodurch 94 % der n = 838 Fälle verlinkt und neue Einblicke in Berufsgruppen und regionale Verteilungen von Mesotheliomen ermöglicht wurden. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Anzahl von Führungskräften unter den Betroffenen sowie einen regionalen Cluster im Kanton Glarus.

B.N. Locher, F. Barresi, B.K. Kuhn, B. Vrugt, M. Bopp und H. Dressel: Occupations and geographical distribution of mesothelioma in Switzerland 1989–2018 – record linkage of an asbestos-exposed population with the Swiss National Cohort. Swiss Med Wkly 2022, 152:w30164

https://doi.org/10.4414/SMW.2022.w30164

Qualitätssicherung bei Probenaufbereitung und Analyse

Im Verlauf der letzten Jahre kamen Fragen zu Qualität und Vergleichbarkeit von Resultaten bei den verschiedenen zur Verfügung stehenden Proben und ihrer Verarbeitung auf. Deshalb wurden an archiviertem Lungengewebe verschiedene Probenaufbereitungsmethoden parallel durchgeführt. Der Vergleich von Resultaten aus Formalin-fixiertem Feuchtgewebe und Paraffinblöcken zeigt leicht geringere Gehalte von FB und Asbestfasern in Paraffinblöcken.

B.K. Kuhn, F. Barresi, H. Dressel und B. Vrugt: Discrepancies of asbestos body and fiber content between formalin-fixed and corresponding paraffin embedded lung tissue. Inhalation Toxicology 2020

https://doi.org/10.1080/08958378.2020.1860167

B.K. Kuhn, B. Vrugt, A. Low, J.E. Goodman und R. Attanoos: Comparative analysis of asbestos body and fiber content in formalin-fixed vs. paraffin-embedded lung tissue. Frontiers in Public Health 2025

https://doi.org/10.3389/fpubh.2025.1590802

Referenzgruppen

Eine wichtige Voraussetzung für die Einordung der Resultate aus Lungenstaubanalysen sind Referenzgruppen. Dazu gehört auch eine unbelastete Normalbevölkerung. In einer Literaturstudie wurden Werte aus der ganzen Welt zusammengetragen und verglichen. Die Unterschiede sind beträchtlich. Zudem scheinen die Asbestgehalte in der Normalbevölkerung ähnlich wie in exponierten Gruppen im Laufe der Zeit abzunehmen. Daher ist es wichtig, dass jedes Labor eigene Referenzgruppen erstellt und über die Zeit erneuert.

B. Vrugt, B.K. Kuhn und R. Attanoos: Defining control reference ranges in biological samples in analytical laboratories. Frontiers in Public Health 2025

https://doi.org/10.3389/fpubh.2025.1618114